Samstag, 12. Juni 2010, 12:15 UTC+2

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KDE Ausschankwagen

Wer heute im Internet nach Informationen sucht, wird mit Sicherheit fündig. Auf jede Frage wird er eine Antwort finden. Wo diese Antwort noch nicht existiert, wird sie in einem entsprechenden Forum von einem der Wissenden gerne beantwortet, oder er erhält den Hinweis, wo er die Antwort erhalten kann. Solche Foren bieten zwar nur Informationen aus zweiter Hand. Sie müssen dabei aber nicht falsch sein. Manchmal muss man in mehreren Foren suchen, um gleich zu einer Antwort zu gelangen.

KDE ist ein Software-Projekt auf der Basis von Linux. Es stellt Linux-Nutzern eine Oberfläche mit zahlreichen Programmen zur Verfügung. Seine Bekanntheit beruht vor allem darauf, dass es bei seiner Entstehung versucht hat, die Oberfläche von Windows nachzuempfinden, damit früheren Windows-Nutzern der Umstieg leichter fällt. Heute ist KDE eine ausgereifte Software, die in der 4. Generation zur Verfügung steht.

Trotzdem gibt es rund um KDE immer wieder Fragen, die in den verschiedenen Foren nach Antwort lechzen. So lange es sich um allgemeine Fragen handelt, wird es auch eine Antwort geben. Aber auch spezielle Fragen werden beantwortet, allerdings nicht immer direkt. Schließlich richtet sich KDE an die Allgemeinheit, und nur dort ist es auch gerechtfertigt, alles kostenlos zur Verfügung zu stellen. Wer dagegen individuellen Rat braucht, ist auch bei Linux darauf angewiesen, dafür zu bezahlen. Allerdings darf er damit rechnen, dass dieses durchaus zu kulanten Preisen erfolgt.

Ein solcher Fall ist beispielsweise gegeben, wenn ein Hersteller von Ausschankwagen oder Weinverkaufsanhänger seine Fahrzeuge mit Displays zur Werbung ausstatten möchte und für diese Anwendung KDE benutzen möchte. KDE ist frei zugänglich, und er braucht für diese Software nicht zu bezahlen. Wenn aber wie in diesem Falle Anpassungen erforderlich sind, um die Werbung bei den Ausschankwagen und Weinverkaufsanhängern möglichst effektiv zu gestalten, kann er diese, so er das erforderliche Fachwissen besitzt, auch gerne selbst vornehmen. Da es sich um freie Software handelt, steht auch der Quellcode zur Verfügung, und man kann selbst direkt das Programm ändern oder, wie es in diesem Falle erforderlich sein wird, Routinen hinzufügen.

Falls das erforderliche Fachwissen aber nicht vorhanden ist, muss man sich professionelle Hilfe holen. Solch ein Programmierer will natürlich dann bezahlt werden. Doch dies wäre bei einem anderen Betriebssystem nicht nur genau so, sondern wahrscheinlich auch noch wesentlich teurer. Dies ist einer der Vorteile von KDE auf der Basis von Linux. Freie Software hat daneben noch den Vorteil, dass sie später auch von einem anderen Programmierer bearbeitet werden könnte. Man ist nicht auf ein Monopol angewiesen.